„Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.

 

Die Jugend soll erzogen werden im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und Achtung vor der Überzeugung des anderen, zur Verantwortung für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung.“

 

 

( Artikel 7 der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen )

 

 

 

Vorwort

 

Das vorliegende Schulprogramm zeigt auf, wie die Ernst-Moritz-Arndt-Realschule Kreuztal ihren Schülern grundlegende Befähigungen zu einer selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Lebensgestaltung vermitteln möchte und dabei den vielfältigen Anforderungen unserer modernen und sich rasant wandelnden Gesellschaft in ihrem Erziehungsauftrag gerecht werden will.

 

Bei der Aufstellung dieses Schulprogramms haben auch die pädagogisch-organisatorischen Möglichkeiten und Angebote der Schule, ihre spezifischen Erfahrungsmöglichkeiten sowie die pädagogischen Traditionen der Realschule Kreuztal besondere Berücksichtigung gefunden.

 

Hierbei spielt auch die räumliche Situation eine nicht unerhebliche Rolle, da die Schüler aus acht verschiedenen Grundschulen stammen. Sie kommen zum großen Teil mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule. Somit gilt es auch hierauf bei der gesamten Organisation des Unterrichts besonderen Wert zu legen.

 

Die Inhalte des Schulprogramms werden regelmäßig überprüft (evaluiert) und so den sich weiterhin verändernden Anforderungen angepasst.

 

Wegen der besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Schreibweise – Schüler, Lehrer – verwendet.

 

 

 

Inhalt

 

 

Vorspann

 

 

I.                  Pädagogische Grundorientierung

 

 

II.      Der Bildungsgang an der Realschule Kreuztal

 

 

III.    Jahrgangsstufen 5/6

 

         ● Integration und fachwissenschaftliche Grundorientierung

 

         ● Schwerpunkt: Ausweitung von Sprachkompetenz

 

 

IV.    Jahrgangsstufen 7 - 10

 

         ● Findung und Förderung eigener Interessen

 

         ● Schwerpunkt: Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten

 

● Neigungsdifferenzierung

 

         ● Schwerpunkt: Vorbereitung auf die Berufswahl und Erreichung der

            Berufswahlfähigkeit

 

 

V.               Jahrgangsstufenübergreifende Veranstaltungen

 

         ● Identifizierung mit der Realschule Kreuztal

        

VI.            Evaluation und Ausblick

 

 

VII.        Anhang

 

 

Vorspann

 

Grundschulstandorte im Einzugsbereich der

Städtischen Ernst-Moritz-Arndt-Realschule Kreuztal

 

I.  Pädagogische Grundorientierung

 

Die Realschule Kreuztal ist wie alle öffentlichen Schulen des Landes in ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit dem Artikel 7 der Landesverfassung für das Land NRW verpflichtet.

Die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Realschule Kreuztal orientiert sich  an einer Pädagogik, die um die Möglichkeiten und Grenzen schulischer Erziehung und Bildung weiß, insbesondere um die Beeinflussung durch Rahmenbedingungen, die u.a. durch Schulgesetze, Erlasse und Verordnungen sowie durch finanzielle Vorgaben festgelegt sind.

Diese Pädagogik ist geprägt durch die Verantwortung gegenüber den jungen Menschen. Sie ist weder an illusionären noch populistischen Zielsetzungen orientiert, sondern geht von einem realistischen Menschenbild aus. Das Leistungsprinzip als wesentliches Element unserer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft  wird anerkannt.

Die Lehrkräfte der Realschule Kreuztal übernehmen mit dem Bildungsauftrag auch einen Erziehungsauftrag. Ihnen ist bewusst, dass sie immer zugleich als  Lehrer und Erzieher wirken.

Unterricht (Fachunterricht und fächerübergreifender Unterricht), der u.a. das Vermitteln von Kenntnissen und Erkenntnissen, die Einübung von Methoden und das Training bestimmter Fertigkeiten umfasst, und Erziehung, die u.a. auf die Förderung sozialer Einstellungen und Verhaltensweisen und damit auf Persönlichkeitsbildung zielt, bedingen einander und lassen sich im

“erziehenden Unterricht”

realisieren.

Die folgenden Ausführungen sind an diesem Leitbegriff orientiert.

 

 

1   Erziehung zu Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit

 

·        Die RSK ist leistungsorientiert, um ihre Schüler gut auf die Berufstätigkeit oder auf weiterführende Schulen vorzubereiten und um ihre Lebenstüchtigkeit zu fördern. Die Begriffe Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit  werden  aber auch verstanden als Elemente der Persönlichkeitsentfaltung.

·        Die RSK fordert und fördert anspruchsvolle  Leistungen. Diese Leistungen müssen aber sinnvoll und vielgestaltig sein. Sie sind daher nicht nur auf das Kognitive und auf Reproduktion ausgerichtet, sondern sie schaffen Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten in allen Lernbereichen.

·        Leistungsforderung zieht Leistungsüberprüfung nach sich. An der RSK sind daher Lernerfolgskontrollen eine Selbstverständlichkeit. Sie dienen aber in erster Linie der Lernsteuerung und nicht der Eignungsfeststellung für die Schulform Realschule.

·        Deshalb gibt es an der RSK - sofern nicht ein besonderer Grund vorliegt - keine unangekündigten Arbeiten. Die Lehrkräfte sind bemüht, Zeiten besonderer Belastung mit übermäßig vielen  Leistungsnachweisen zu vermeiden. Schülerarbeiten  werden nach eingehender Besprechung möglichst schnell zurückgegeben.

·        Leistungsorientierung verlangt eine gerechte Leistungsbewertung. Die Lehrkräfte der RSK bemühen sich daher um eine begründete und transparente Beurteilungspraxis und Notengebung. Die Beurteilungskriterien sind in den schulinternen Lehrplänen ausgewiesen.

·        Auf Wunsch wird den Schülern ihr Leistungsstand erläutert.

·        Leistungsforderung setzt kompetente Lehrkräfte voraus, die ihr Wissen kontinuierlich aktualisieren und sich um Schulinnovationen bemühen. Zur Verbesserung der Bildungs- und Erziehungsarbeit  führt die RSK jährlich einmal eine ganztägige  schulinterne Fortbildung durch. Fortbildungen sind im schulinternen Fortbildungskonzept verankert. Das Medienkonzept und das Fortbildungskonzept sind als Anhang beigefügt. Zudem wird jeder Lehrkraft jährlich mindestens einmal eine externe Fortbildung nach freier Wahl ermöglicht, sofern zwingende schulische Gründe nicht entgegenstehen.

 

Zur Verbesserung des Unterrichts wird ein Erfahrungsaustausch unter den Lehrkräften angestrebt.

 

 

2  Erziehung zur Selbstständigkeit

 

·        Die RSK leitet die Lernenden zum selbstständigen Lernen und Arbeiten an. Dies tut sie durch Unterricht in traditioneller Form sowie durch fächerübergreifenden und projektorientierten, d.h. integrativen Unterricht. Insgesamt gilt es, die Vorherrschaft der Belehrungsmuster zugunsten mehr selbstgesteuerten Lernens zurückzunehmen. Das Lernen des Lernens muss zu einem zentralen Anliegen werden! Schule muss sich auch verstehen als Lebens- und Erfahrungsraum. Ein besonderes Anliegen der RSK ist es somit, die Schüler zur Selbstständigkeit zu erziehen, um sie zu einem verantwortungsbewussten Verhalten in der Gesellschaft zu befähigen.

·        Die Lerninhalte sind von den Richtlinien/Kernlehrplänen abgeleitet bzw. in den Bildungsstandards der einzelnen Fächer festgelegt und in den fachspezifischen  schulinternen Lehrplänen als verbindliche Minimallehrpläne ausgestaltet. Sie bieten somit die Grundlage für ein breites, strukturiertes Grundwissen und - können und ermöglichen den Lehrkräften der RSK in pädagogischer Freiheit dieses Basiswissen und -können zu vertiefen. Dies schließt allerdings eine

Selbstkontrolle (Selbstevaluation) der Lehrkräfte bezüglich der erreichten

Lernziele ein.

·        Die über den Minimalplan hinausgehenden Unterrichtsvorhaben legen die Lehrkräfte der RSK so oft wie möglich zusammen mit den Schülern fest.

·        Die RSK bietet im Wahlpflichtbereich auch mehrere Themenbereiche an, um die vielfältigen, auch außerschulischen Interessen der Schüler abzudecken und somit eigene Arbeit über den Unterricht hinaus anzuregen.

·        Im Unterricht an der RSK gilt die Methodenvielfalt.

·        Im Sinne des Konzepts "Öffnung von Schule" sucht die RSK den regelmäßigen Kontakt zu "Experten von außen", die ihre Erfahrung ergänzend zum Fachunterricht in die Schule hineintragen.

 

 

3   Erziehung zu sozialer Kompetenz

 

·     Die RSK hat eine tolerante Grundhaltung. Deshalb hilft sie den Schülern in weltanschaulichen, ethischen und politischen Fragen im freien Urteil zu einer eigenen Meinung zu gelangen, die ihre Grenzen an der bestehenden und wandelbaren Rechtsordnung findet. Hierzu gehört auch, dass  Schüler lernen mit Konflikten umzugehen und sie gewaltfrei zu lösen. – Ein wesentlicher Beitrag dazu ist das Streitschlichtungskonzept (s. Punkt 4).

·         Die Erziehung zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden ist ein wesentlicher    Bestandteil der pädagogischen Arbeit an der RSK.

·        Wir leben in einer Zeit, die geprägt wird von einem sich rasant beschleunigenden  Individualisierungsprozess. Die negativen Auswirkungen dieses Prozesses in der Schule zeigen sich darin, dass der Anteil der Schüler zunimmt, die nicht bereit und fähig sind, sich sozial zu verhalten, Regeln des Zusammenlebens einzuhalten  und auf andere Rücksicht zu nehmen. Die RSK setzt sich zum Ziel, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, ohne dabei den Anspruch zu erheben, all diese Defizite beheben zu können.

·         Die RSK fördert den Erwerb sozialer Kompetenz ihrer Schüler, durch 

      entsprechende Organisationsformen des Unterrichts, der Unterrichtsmethoden  sowie Gemeinschaftsveranstaltungen wie Klassenfahrten, Wandertage ...       

·         Die RSK führt regelmäßig gesamtschulische Veranstaltungen mit allen

 Schülern durch, um die Schulgemeinschaft zu stärken.

·        Eine aktive, engagierte Schülervertretung vertritt die Interessen der Schülerschaft und trägt ebenso wie die Herausgabe der Schülerzeitung "ansToss" und der Schulzeitung "Realschulbrief" zur Entstehung eines "Wir"-Gefühls an der RSK  bei.

   Große Bedeutung kommt an der RSK der Unterstützung für schwächer

     Lernende zu. Dies geschieht vor allem in der Erprobungsstufe durch die

     Einrichtung von Förder- und Stützkursen.

·        Durch das Klassenlehrersystem, durch Sprechstunden aller Lehrkräfte, insbesondere der SV-Lehrer und des Beratungslehrers, bietet die RSK den Schülern eine Betreuung an.

·        Die RSK bezieht die Eltern, auch über den Rahmen des Schulmitwirkungsge-setzes hinaus, mit in die Bildungs- und Erziehungsarbeit ein und strebt eine Kontinuität von familiärer und schulischer Erziehung an.

 

 

   Erziehung zu sozialer Kompetenz beinhaltet auch die Erziehung zur

     Höflichkeit und zur Einhaltung von Lerndisziplin und einer vernünftig begründbaren Ordnung. -  Die für alle verbindlichen Regeln des Zusammenlebens in der Schule sind an der RSK in der Hausordnung festgelegt, die von den Lehrkräften auch durchgesetzt wird, wenn nötig unter Anwendung von erzieherischen Einwirkungen und Ordnungsmaßnahmen.

 

 

4  Streitschlichtung

 

Seit dem Beginn des Schuljahres 1997/98 ist das Schüler-Streitschlichterprogramm ein wesentliches Element der Bemühungen in  der  RSK  um eine effektive Gewaltprävention. Dieses  Programm  ist  geeignet,  Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihre Konflikte selbstständig und vor allem gewaltlos zu lösen.

 

Soziales Lernen bildet den Schwerpunkt des Poltikunterrichts in Klasse 5. Vermittelt werden Übungen zur Sozialpädagogik auf der Grundlage des Life-Skills-Programms von Lion Quest und ein Trainingsprogramm mit wesentlichen Elementen der Streitschlichtung.

 

In der Klassenstufe 9 nehmen Schüler im Bereich des Wahlpflichtfaches II am Streitschlichtertraining teil.  Diese Ausbildung schließt mit einem dreitägigen Abschlussseminar außerhalb der Schule ab.

Die so ausgebildeten Streitschlichter nehmen in der Jahrgangsstufe 10 ihre Tätigkeit auf. Je zwei Streitschlichter sind in allen großen Pausen im Schlichtungsraum zu erreichen.

 

Zu Beginn eines jeden Schuljahres werden die Schüler der 5. Klassen über die

Möglichkeit der Streitschlichtung an der RSK informiert.

 

 

 

5  Erziehung zu umweltbewusstem Verhalten

 

 

·         Sowohl für den Einzelnen als auch für die gesamte Menschheit ("Raumschiff Erde") sind die Beziehungen zur Umwelt zu einer Existenzfrage geworden. Die RSK sieht daher eine ihrer wesentlichen Aufgaben darin, bei ihren Schülern ein kritisches Bewusstsein für Umweltfragen zu erzeugen, die Bereitschaft für den verantwortlichen Umgang mit der Umwelt zu fördern und zu einem umwelt-bewussten  Verhalten zu erziehen, das über die Schulzeit hinaus wirksam bleibt.

·        Erschwert wird die Realisierung dieses Ziels dadurch, dass dem Bedürfnis nach einer  intakten Umwelt häufig ein uneingeschränktes Konsumbewusstsein  entgegensteht und beide - auch von Schülern - als wesentliche Elemente für eine Erhöhung der Lebensqualität angesehen werden.

 

 

6   Förderung der Sprachfähigkeit

 

·        Die Entwicklungen in der Sprachdidaktik der letzten 30 Jahre waren vor allem dadurch gekennzeichnet, dass der Sprachunterricht (Deutsch und Fremdsprachen) auf Mündlichkeit, Situativität und Alltagsnähe setzte. Dabei wurde die Ausbildung der Fähigkeit zur Strukturierung, Verarbeitung und präzisen Formulierung von Informationen vernachlässigt.

 

·        Die RSK setzt sich zum Ziel, die Lesefähigkeit und die schriftsprachliche Ausdrucksfähigkeit der Schüler zu fördern und ihnen unter Einbeziehung von soliden Kenntnissen in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik ein festes sprachliches Fundament zu vermitteln.

 

 

7   Erziehung zum angemessenen Umgang mit den neuen  Informations- und Kommunikationstechnologien

 

·        Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien haben bereits heute

     fast alle Bereiche unseres täglichen Lebens erfasst und werden in  Zukunft noch

     sehr  viel  stärker  weite  Bereiche  unserer Lebenswirklichkeit  bestimmen.

     Dies wird  gravierende  Veränderungen in  der  Berufswelt  (Industrie,

     Wissenschaft, Verwaltung)  mit sich  bringen, aber auch die Freizeit unserer 

     Schüler  wird von  den Neuen Technologien entscheidend geprägt.

     Angesichts dieser zunehmenden Bedeutung setzt sich die RSK zum Ziel, ihren Schülern die neuen Technologien vorzustellen und ihnen fundierte

     Grundlagenkenntnisse zu vermitteln.

·        Die Beschäftigung mit den  Neuen Technologien beinhaltet aber auch, dass  sich die Schüler der RSK kritisch mit der Entwicklung und Anwendung auseinandersetzen  und  die  Auswirkungen  auf  Individuum  und  Gesellschaft hinterfragen (unberechtigte Nutzung von Daten, Manipulation durch Daten ...).

 

 

 

 

8   Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten

 

·        Die RSK setzt sich zum Ziel, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Gesundheit ihrer Schüler (= körperliches, geistig-seelisches und soziales Wohlbefinden) zu fördern, den Schülern die dafür nötigen Sachkenntnisse zu vermitteln und sie so zu befähigen, in eigener Verantwortung eine gesunde Lebensweise zu entwickeln.

 

 

9   Erziehung zur Berufswahlfähigkeit

 

·        Ein hoher Anteil unserer Entlassschüler beginnt nach dem Erreichen der Fachoberschulreife ein Ausbildungsverhältnis. Obwohl an der RSK die Auffassung besteht, dass Schule nicht ausschließlich dazu da ist, ihre Absolventen auf den  kompetenten Eintritt  in das  Wirtschaftsleben  vorzubereiten, sieht die RSK doch eine besondere Aufgabe darin, die Erfordernisse  der Berufswelt zu beachten und die Schüler bei der Berufswahlentscheidung so intensiv wie  möglich zu  unterstützen.

·     Diese Unterstützung bedeutet allerdings nicht, dass auf die Eigeninitiative der Schüler (und ihrer Eltern) bei der Berufswahlentscheidung verzichtet werden kann und soll.

 

Die Ziele dieser Pädagogischen Grundorientierung werden konkretisiert ...

 

   in den schulinternen Lehrplänen der einzelnen Fächer

   in den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aktivitäten

   in der Hausordnung.

 

In den nachfolgenden Abschnitten wird aufgezeigt, wie an der Realschule Kreuztal, die in der Grundorientierung dargelegten Erziehungsziele im Verlauf der Schulzeit konkret erreicht werden.

Querverweise auf die einzelnen Abschnitte in der pädagogischen Grundorientierung machen dies deutlich.

 

III. Jahrgangsstufen 5/6

 

Integration und fachwissenschaftliche Grundorientierung

 

Schwerpunkt: Ausweitung von Sprachkompetenz

 

Wie bereits im Vorspann erwähnt, stammen die Schüler der Klassen 5 aus acht verschiedenen Grundschulen. Um sowohl gruppentypischen als auch individuellen Unterschieden der Schüler gerecht zu werden, wurde an der RSK folgender Maßnahmenkatalog entwickelt:

 

Die RSK informiert am 3. Samstag im November im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ alle interessierten Eltern und Schüler der Klassen 4 der Grundschulen. Hierbei werden sowohl die Arbeitsweisen der Realschule (Besuch von Unterricht und Fachbereichsausstellungen) als auch das Gebäude vorgestellt.

 

Nach der Anmeldung im Februar werden die Schüler einer einzelnen Grundschule im Regelfall in dieselbe Klasse 5 aufgenommen, so dass das Zusammenbleiben als Teilgruppe die Eingewöhnung in der neuen Umgebung erleichtert.

 

Ein erstes „Kennenlernen“ zwischen den Grundschülern und späteren Klassenlehrern findet bereits vor den Sommerferien in den jeweiligen Grundschulen statt, wenn die Realschullehrer die Grundschulen besuchen.

Darüber hinaus sind alle 4. Klassen der Grundschulen eingeladen, im 2. Halbjahr des 4. Schuljahres mit ihren Klassenleitern die RSK an einem Unterrichtsvormittag  zu  besuchen,  am  Unterricht  teilzunehmen   und   im  Rahmen  einer Führung die Schule kennen zu lernen.

 

Da die Schüler im Regelfall nicht an das Fachlehrerprinzip gewöhnt sind, wird bei der Stundenverteilung hierauf besonders geachtet und den in der Erprobungsstufe unterrichtenden Kollegen, vor allem den Klassenleitern, eine möglichst hohe Anzahl von Stunden zugeteilt.

 

Um den Schülern den Start an der RSK zu erleichtern, findet der Unterricht während der ersten drei Tage nach Unterrichtsbeginn vorwiegend beim Klassenlehrer statt.

 

Zur Unterstützung und zum Erfahrungsaustausch in der schwierigen Eingewöhnungsphase der Schüler finden innerhalb des ersten Halbjahres zwei Erprobungsstufenkonferenzen statt, wobei zur zweiten Konferenz auch die Kollegen der Grundschulen eingeladen werden.

 

Trotz einer entsprechenden Binnendifferenzierung und der bereits angesprochenen Rahmenbedingungen bei der Klassenbildung kann man nicht allen individuellen Bedürfnissen eines Schülers gerecht werden. Aus diesem Grund wird ein spezielles LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche) - Programm durchgeführt (s. Grundorientierung Punkt 6). Es wird mit einem entsprechenden Testverfahren eingeleitet, an dem alle Schüler der Klasse 5 teilnehmen. Dieses Förderprogramm arbeitet sehr eng mit dem Elternhaus zusammen (die Eltern der jeweiligen Schüler kommen alle 4 Wochen mit ihren Kindern zu einer Veranstaltung in die Schule), somit ist ein ständiger Erfahrungsaustausch und eine noch gezieltere Förderung möglich. Diese spezielle Lernschwäche wird  ggf. auch im Englischunterricht berücksichtigt.

 

 

Ebenfalls findet in Klasse 5 und 6 ein Förderkurs für Kinder mit Migrationshintergrund statt, um eventuelle Defizite auszugleichen.

 

Um auffällige Schüler der Klasse 5 darüber hinaus fördern zu können, werden die jeweiligen Erziehungsberechtigten zu einem zusätzlichen Elternsprechtag nach der 3. Erprobungsstufenkonferenz in die Schule eingeladen. Hierbei finden die Gespräche im Kreis der Lehrer, die die Hauptfächer unterrichten, und der Eltern statt.

 

Um die Lernkompetenz bei den SchülerInnen zu festigen, werden im Rahmen von „Lernen lernen“ eine Vielzahl von Methoden und Techniken eingeübt. In Klasse 5 erfolgt dieses Training in Abhängigkeit der personellen Situation innerhalb der Stundentafel in einer Wochenstunde.

 

Weitere Maßnahmen, die keiner ausführlichen Erläuterung bedürfen, aber zur Ergänzung und Stützung des Gesamtziels dienen, sind nachfolgend beispielhaft aufgeführt:

 

Deutsch

·        Teilnahme am „Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen  Buchhandels“ in der Klasse 6

·        Besuch der Stadtbücherei zur Information über Medienbestand, Ausleihverfahren...

 

Mathematik

·        In Abhängigkeit von der personellen Situation wird in der Kl. 5 ein Förderkurs eingerichtet.

 

Englisch

·        In Abhängigkeit von der personellen Situation wird in der Kl. 5 ein Förderkurs eingerichtet.

 

Verkehrserziehung

·        in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei (Verkehrserziehungstag)

·        Überprüfung der Fahrräder auf Verkehrssicherheit

 

Französisch

 

· In der Klasse 6 lernen alle Schüler mit Französisch eine zweite Fremdsprache kennen. Damit ihnen aus diesem „Kennenlernen„ keine Nachteile erwachsen, ist die Note in Französisch Ende der Klasse 6 zwar nicht negativ versetzungswirksam, sollte aber im Hinblick auf den evtl. Besuch der Sekundarstufe II berücksichtigt werden.

 

IV. Jahrgangsstufen 7 - 10

 

Findung und Förderung eigener Interessen

 

Schwerpunkt: Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten

 

Die Schüler durchleben in diesen beiden Schuljahren die Pubertät. Während dieser Phase der Persönlichkeitsfindung sowohl in körperlicher als auch in geistiger Art gilt es Orientierungen anzubieten, die die Schüler zur Bewältigung dieser Aufgaben befähigen.

 

Interessenfindung

 

 

Um den Schülern weitere Orientierungshilfen zur Interessenfindung zu geben, auch unter dem Aspekt der Verbesserung der sprachlichen Kompetenz (s. Grundorientierung Punkt 6), findet in der Klasse 7 im Rahmen des Deutschunterrichtes eine Autorenlesung statt, die ggf. durch eine Abendveranstaltung (Lesung, Referat) für Eltern und Kollegen ergänzt wird.

 

Der Unterricht im Rahmen der Grundbildung in den neuen Technologien (Grundbildung Informatik = GRIN) (s. Grundorientierung Punkt 7) verknüpft in der Klasse 7 im Rahmen des Projekts „Klassenzeitung“ Inhalte des Deutschunterrichtes mit der Arbeit am PC.

 

Nachdem in halbjährlichem Wechsel (jeweils 2 Klassen pro Schulhalbjahr) alle Schüler der Klasse 7 grundlegende Kenntnisse der neuen Technologien erworben haben (1 Wochenstunde Unterricht in GRIN zusätzlich zur Pflichtstundentafel), wird Ende des Halbjahres im Verlauf eines Projekttages eine Klassenzeitung am PC erstellt, deren sprachlicher Teil im Deutschunterricht erarbeitet wurde. (Nähere Informationen in den schulinternen Lehrplänen für die Fächer Deutsch und Informatik in der Klasse 7.)

 

In der Klasse 7 erlernen die Schüler den Zugang zum Internet, die Nutzung dieses Mediums und erkennen am Thema „Leben unter extremen Bedingungen“ des Lehrplanes Erdkunde, welche Chancen und Möglichkeiten das Internet bietet, aber auch die Risiken, die mit der Nutzung verbunden sind (nähere Informationen in den schulinternen Lehrplänen für die Fächer Politik und Informatik in der Klasse 8).

 

 

 

 

Gesundheitserziehung

 

Im Verlauf dieses Lebensabschnitts werden entscheidende Weichen für ein allgemeines körperliches Wohlbefinden im späteren Leben gestellt (s. Grundorientierung Punkt 8).

 

Der vorgenannte Grund ist Anlass dazu, in der Klasse 8 aufeinander abgestimmte Maßnahmen zur Drogenprophylaxe durchzuführen. Im Politikunterricht werden die Ursachen und sozialen Folgen des Drogenkonsums theoretisch erörtert.

 

Die Auswirkungen auf den menschlichen Körper stehen im Mittelpunkt einer Einheit im Biologieunterricht.

 

Diese Maßnahmen werden zusätzlich durch einen Informationsabend für die Eltern der Schüler unterstützt.

 

 

 

 

Neigungsdifferenzierung

 

Schwerpunkt:  Vorbereitung  auf  die  Berufswahl und Erreichung der 

                           Berufswahlfähigkeit

 

Die Schüler können nach einem erfolgreichen Abschluss der Realschule ihren weiteren Werdegang in verschiedene Richtungen lenken:

 

·        Berufsausbildung

·        Berufsbildende Schulen (Berufskolleg)

·        Schulen mit gymnasialer Oberstufe

 

Da auch innerhalb dieser Bereiche eine große Vielfalt besteht, ist es für Schüler zwingend notwendig, sich umfassend zu informieren, um aus der Summe persönlicher Erfahrungen eine fundierte, individuelle Entscheidung treffen zu können.

 

Damit die Schüler diese Erfahrungen machen können, wird an der RSK ein vernetztes System genutzt, welches aus den folgenden Zentralsäulen besteht:

 

1.     Differenzierungsunterricht

2.     Maßnahmen der unmittelbaren Berufswahlvorbereitung

3.     Öffnung von Schule (Exkursion, Expertenbesuche...)

 

 

1. Differenzierungsunterricht

 

Im Differenzierungsbereich wählen die Schüler zusätzlich zu den drei Hauptfächern Deutsch, Englisch, Mathematik, die für alle verbindlich sind, ein weiteres Hauptfach (Wahlpflichtfach).

 

Differenzierungsmöglichkeiten an der RSK:

         Französisch

                                                

   Biologie

         Naturwissenschaften       Physik

                                                  Chemie

 

Technik                      

Informatik

Sozialwissenschaften

 

 
Anmerkung:
Der Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik findet  im Klassenverband statt.

 

Man erkennt hieran bereits, dass die Schüler entsprechend der Differenzierungsbelegung einen ersten Einblick in die späteren Ausbildungsgebiete erhalten. Positiv hieran ist, dass die Belegung eines Kurses in keiner Weise bindend für eine spätere Ausbildung ist und somit als reiner Erfahrungsraum gewertet werden darf.

 

 

Neben der Wahl eines Hauptfaches müssen die Schüler ein  weiteres  zweistündiges Fach wählen (Wahlpflichtfach II), das ihren Neigungen und Vorstellungen besonders entspricht. Nachfolgend  Beispiele für das Wahlpflichtfach II, wobei das Angebot von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein kann.

·        Hauswirtschaft

·        Sport

·        Kunst

·        Technik

·        Informatik

·        Mathematik

·        Englisch

·        Deutsch

·        Theater

 

2. Maßnahmen der unmittelbaren Berufswahlvorbereitung

 

Ein besonderer Stellenwert innerhalb der Informationsgewinnung kommt der unmittelbaren Berufswahlvorbereitung zu. Hierbei wird in einem speziellen Ablaufsystem (neben den beiden anderen Säulen) ein systematischer Überblick/Einblick vermittelt, dazu werden Möglichkeiten der Informationsgewinnung über die Berufsfelder aufgezeigt.

(Das Konzept zur Berufswahlvorbereitung kann auf der Homepage eingesehen werden.)

 

 

Klasse 8

 

Veranstaltung                Durchführung und Organisation­                             

 

 

Einführung in die  Berufswahl       

 
                                      Der  Berufsberater des Arbeitsamtes führt kurz vor   den Sommerferien  in  die  eigentliche  Berufswahlvorbereitung  ein.
                                      Genutzt wird dazu ein PC-Programm, das wesentliche Fragestellungen zur Berufswahl aufgreift und Lösungswege aufzeigt. Unterstützt wird die Maßnahme durch einen Informatiklehrer (Betreuung der IF-Anlage). Während der individuellen Beschäftigung mit den Programmteilen steht der Berater des Arbeitsamtes für weitergehende Fragestellungen zur Verfügung.

 

Berufseignungstests/      Organisation durch das Arbeitsamt während der Sommerferien.

Bewerberseminare         

 

 

Klasse 9

 

Veranstaltung               Durchführung und Organisation     

 

Besuch im BIZ              

 
Die Klassen 9 besuchen unmittelbar nach den Sommerferien mit ihren
          Klassenlehrern das Berufsinformationszentrum in Siegen.

 

Praktikumsvor-

bereitung

 
Zwei Lehrkräfte der RSK, die beiden Praktikumsbetreuer,  laden 

Vertreter der  heimischen Betriebe, Verbände und  des 

Arbeitsamtes  zu  einem  gemeinsamen  Informationsabend 

für  alle  Schüler  der  Klassen 9 (Pflichtveranstaltung) und

deren Eltern in die Realschule ein.

                                      

Auswahl der

Praktikumsplätze

 
Nach  dem Vorbereitungsabend informieren die  Praktikumsbetreuer

die Klassen über die weitere Organisation des Praktikums. Insbesondere

weisen sie darauf hin, bei welchen Firmen oder Institutionen sich die

Schüler nicht selbstständig um Praktikumsplätze bemühen sollen.

 

Betriebspraktikum

 
Anfang der 2. Schuljahreshälfte nehmen alle Schüler am dreiwöchigen Betriebspraktikum teil. Während dieser Zeit haben sie Gelegenheit, gleichsam „vor Ort“ in den Betrieben, bei Behörden etc. den Berufsalltag kennen zu lernen und ein realistisches Bild von der Berufswelt zu gewinnen.

Die beiden Praktikumsbetreuer besuchen während  dieser Zeit die Schüler am Arbeitsort und stehen bei auftretenden Problemen beratend zur Seite.

Im Politikunterricht der Klasse 9, der von den Praktikumsbetreuern mit 2 Wochenstunden durchgeführt wird, wird auf das Betriebspraktikum vorbereitet. Die Aufarbeitung der Praktikumsberichte erfolgt im Deutsch- und Politikunterricht.

 

Fachunterricht

 
Die  Themen   Bewerbungsschreiben   und   Lebenslauf werden im Deutschunterricht behandelt. Ferner werden  in Form von Rollenspielen Vorstellungsgespräche bei Firmen analysiert, an Beispielen wird auf Eignungstests eingegangen und darauf vorbereitet. In Klasse 10 wird der Berufsausbildungsvertrag zum Unterrichtsgegenstand  im Deutschunterricht. Im Mathematikunterricht erfolgt eine Wiederholung von Bruchrechnung und bürgerlichem Rechnen zur Vorbereitung von Berufseignungstests.

 

Info-Veranstaltung

Beruf life         

 
Der  Berufsberater  und Vertreter der heimischen Wirtschaft aus verschiedenen Berufsfeldern informieren die Schüler, damit sie weitere Berufe kennen lernen.

 

Tag der Ausbildung bei der SMS        

 
An einem Samstag im Jahr haben  interessierte Schüler die Möglichkeit die Veranstaltung der SMS in  Hilchenbach zu besuchen.

 

Bewerbungstraining

 
Im   Bereich  des Deutsch-  und  Mathematikunterrichts werden die in Bewerbungstests relevanten Sachverhalte noch einmal thematisiert; sofern möglich, wird in den Klassen 9 (und 10) eine freiwillige AG Mathematik eingerichtet.

 

Textverarbeitung

 
Auf freiwilliger Basis können die Schüler des 9. Schuljahres an einem Kurs teilnehmen, in dem das Schreiben auf der Tastatur des PC vermittelt wird.

 

 

Klasse 10

 

Veranstaltung               Durchführung und Organisation

 

Informationen zu weiterführenden Schulen

 

·        Berufsbildende        Die für den Einzugsbereich der RSK besonders relevan-

Schulen                   ten Schulen in Siegen werden hinsichtlich ihres Ausbil-

dungsangebotes  von  verschiedenen Kollegen  im Rah-                

                                  men des Unterrichts vorgestellt.     

 

·        Allgemeinbildende           Die Modalitäten für einen Übergang in die Sekundar-

Schulen                    stufe II werden den Schülern durch die Schulleitung er-

     der Sek. II                läutert. – Auf Informationsveranstaltungen der einzelnen

         Schulen wird besonders hingewiesen; die Schüler

                                    erhalten die Möglichkeit des Besuchs von Tagen der

                                     offenen Tür der weiterführenden Schulen.

 

·        Aktuelle Informa-         Die Politiklehrer leiten die Informationen an die Schüler

tionen zur                    in ihren jeweiligen Klassen weiter. Eine Informations-

Ausbildungs-               auswahl wird in einer Vitrine und in der Schüler-

tellensituation              Bibliothek, wo auch Zugang zum Internet möglich ist,

                                             zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

·        Berufsberatung               Der  Berufsberater  des  Arbeitsamtes  steht  einmal  im

Monat  für  Beratungsgespräche  (nach Voranmeldung) für

die Schüler der Klassen 9 und 10 zur Verfügung.

Darüber hinaus ist der Berufsberater während der

Elternsprechtage in der Schule anwesend und bietet für

 interessierte Eltern und deren Kinder Informationsgespräche

an. Außerdem haben die SchülerInnen immer die Möglichkeit,

sich beim Berufsberater direkt im Arbeitsamt beraten zu lassen.

 

3.     Öffnung von Schule  (Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen; z.B. bei Exkursionen, Expertenbesuchen...)

 

Im Rahmen des GÖS-Konzepts (Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule) wird die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen angestrebt. Es werden z.B. Exkursionen durchgeführt, Fachleute in die Schule eingeladen etc.

Nachfolgend sind Fachbereiche mit wesentlichen Aktivitäten beispielhaft aufgeführt:

 

Deutsch                          Theaterbesuch zur Ergänzung des Literaturunterrichts

 

Biologie                         Aidsvorbeugung  - Informationsabend für die Eltern der

Schüler der Klassen 9

- Besuch   eines  Theaterstückes  zum  

  Thema  mit anschließender  Diskus- 

  sion

                                                              - Projekttag   zum  Thema  in  Zusam-  

  menarbeit  mit  dem   Gesundheits-

  amt

 

- Evolution             Besuch des Senckenbergmuseums (Frankfurt)

 

Technik                           Besuch des Deutschen Museums (Bonn) oder

                                         Besuch eines Technikmuseums

                                     (z.B. Nixdorf- Museum in Paderborn)

 

Technik /Sozial-            Betriebsbesichtigungen zur Veranschaulichung der Pro-

wissenschaften             zesse in der  Arbeitswelt ( Automobilwerk, Kraftwerks-           

                                   anlagen, heimische Betriebe...)

 

Sozialwissenschaften      Teilnahme am „Planspiel Börse“

 

Sozialwissenschaften/     Informationen  zum Thema  „Wehrdienst  oder  Zivil-

Politik                            dienst?“ in Verbindung eines Besuches einer Bundes-

                                      Bundeswehr-Kaserne

 

Chemie                          Besuch der Opelwerke

 

Erdkunde                       Besuch eines Flughafens bzw. Braun-

                                      kohletagebaus

 

Geschichte                    Besuch von Museen und Ausstellungen

                                    Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv

 

Kunst/Textilgestaltung    Besuch von Museen, Ausstellungen und Ateliers...

 

Musik                            Besuch eines Musicals oder einer Oper

 

Betrachtet man diese Aufzählung, so wird ersichtlich, dass diese Maßnahmen nicht isoliert fachspezifisch betrachtet werden können, sondern dass sie im Rahmen eines fächerübergreifenden projektorientierten Unterrichts vor- und nachbereitet werden müssen. Lediglich die Schwerpunktsetzung rechtfertigt die Aufzählung hier unter einem bestimmten Fachgebiet.

Die Einbindung dieser Maßnahmen in fächerübergreifenden Unterricht findet man innerhalb der fachspezifischen Lehrpläne.

 

 

V. Jahrgangsübergreifende Veranstaltungen

 

Schwerpunkt: Identifizierung mit der Realschule Kreuztal

 

Im Folgenden sind Veranstaltungen und Einrichtungen der RSK aufgeführt, die sowohl klassenspezifisch als auch jahrgangsstufenübergreifend sind und die einerseits einem fächerübergreifend projektorientierten Ansatz dienen und andererseits dem pädagogischen Grundkonzept zum Erfolg verhelfen.

 

Schulinterne Veranstaltungen

 

Veranstaltungen der Klassen           Wandertage, Klassenfahrten (entsprechend 

       einem von der Schulkonferenz verabschie- 

       deten Rahmenplan)

                                                    Entlassungsfeier der Klasse 10

 

Veranstaltungen einzelner  Fachbereiche

 

Deutsch                                       Aufführungen der Theater-AG

 

Sport                                             Schulschwimmen

                                                     Bundesjugendspiele

                                                     Sportabzeichenwettbewerb

          Sportveranstaltungen  auf Kreis- und  Lan-

          desebene

 

Kunst/Textil-                                   Ausstellungen innerhalb und außerhalb der

gestaltung                                      Schule

                                                    Ausgestaltung von Theaterprojekten

 

 

Musik                                            Konzertveranstaltungen für verschiedene 

                                                      Anlässe

 

 

Religion                                      Mitgestaltung  von  Gottesdiensten  (Schul-                                                      

     jahresanfang, Advent)

                           

 

Biologie                                          „Waffelbackaktion“

                                                      Verkauf von Waffeln in der Vorweihnachts-

                                                     zeit – Gewinn  dient  einerseits dem  Sponso-

                                                     ring  der Theaterveranstaltung  zur Aidspro-

                                                     phylaxe (s. Jahrgangsstufen 9/10) bzw. fließt        

                                                     einer sozialen Einrichtung zu

                                                      

Englisch                                        Besuch  von  Theaterstücken  in  englischer

                                                    Sprache (in unregelmäßiger Folge)

 

Veranstaltungen der SV                   Durchführung von SV-Seminaren

                                                    Sport-AG, geleitet von Schülern

                                                    Gestaltung von Pausen (Musikpause)

                                                    Pausenverkauf

                                                    Sportsamstag für die Unterstufe

 

 

 

 

 

Übergreifende Veranstaltungen und Einrichtungen

 

„Realschulbrief“             Information der Eltern über die aktuelle Schulsituation;

                                    Erscheinungsweise: 3 mal jährlich

 

Schülerzeitung                erscheint in unregelmäßiger Abfolge

 „ansToss“

 

Förderverein                   Entsprechend seiner Satzung hat sich der Förderverein                     

                                     folgende Ziele gesetzt:

 

·        die Finanzierung von Lehr- und Lernmitteln, Einrichtungsgegenständen etc., die nicht vom Schulträger übernommen wird

 

·        die Förderung von wissenschaftlichen und künstlerischen Einrichtungen

 

·        die Unterstützung bedürftiger Schüler

 

·        die Förderung von Schulveranstaltungen

 

·        die Förderung des Zusammenwirkens von Eltern, Schule und ehemaligen Schülern

 

·        die Förderung und Pflege der Beziehungen zum Schulträger und der Öffentlichkeit

 

Projektwoche                wird mit Beteiligung der gesamten Schulgemeinde im          

                                    Abstand von 2 bis 3 Jahren durchgeführt  

 

 

 

 

 

VI. Evaluation und Ausblick

Das Schulprogramm ist als Prozess zu sehen und wird kontinuierlich evaluiert und fortgeschrieben werden. In regelmäßigen Abständen von ca. 2-3 Jahren wird daher überprüft ob die vereinbarten Inhalte erarbeitet wurden und wo evtl. noch Handlungsbedarf besteht.

 

Änderungen zum Schulprogramm vom 01.08.2000

        Im 5. + 6. Schuljahr wird der Bereich „Lernen lernen“ aufgenommen. Die Schüler sollen hier befähigt werden, eine Vielzahl von Techniken und Methoden zu erlenen, die für ihren schulischen Weg notwendig sind.

 

        Im Bereich GRIN wurde der Schwerpunkt verändert. Medienkompetenz gehört zu den wichtigen Schlüsselqualifikationen, die eine zukunftsorientierte und moderne Schule ihren Schülern vermitteln muss. Dem bewussten und gekonnten Umgang mit PC und Internet kommt im Rahmen der neuen Medien ein besonderer Stellenwert zu.

 

        Die Ausbildung der Streitschlichter erfolgt im Bereich des Wahlpflichtfaches II. Hierdurch wird die Streitschlichtung in die Stundentafel integriert und erhält somit einen höheren Stellenwert.

 

 

 

Ausblick

Die im Medienkonzept dargestellten Inhalte werden im Unterricht umgesetzt.

 

 

 

Änderungen zum Schulprogramm vom 01.07.2004

 

        Im 5. + 6. Schuljahr wird ein Förderkurs für Kinder mit Migrationshintergrund eingerichtet. Hier sollen Defizite in der deutschen Sprache aufgearbeitet werden, um die Schüler zu befähigen dem Unterrichtsgeschehen zu folgen.

 

        Die Einführung des Wahlpflichtunterrichts erfolgt bereits zum 7. Schuljahr.

 

       Die Berufswahlvorbereitung in Klasse 9 wird schwerpunktmäßig von den beiden Praktikumsbetreuern durchgeführt. Hierfür wurde die Stundentafel im Politikunterricht um eine Stunde ausgeweitet.

 

 

Dieses Schulprogramm ist entstanden in gemeinsamer Arbeit von Kollegium, Schüler- und Elternschaft, wurde in den entsprechenden schulischen Mitwirkungsgremien diskutiert und evaluiert und wird durch die Verabschiedung in der Schulkonferenz verbindlich für alle, die am schulischen Leben beteiligt sind.

 

 

 

4.     evaluierte Fassung: 01.05.2007

 

 

 

 

 

 

 

VII.  Anhang

 

Geschichte der Schule

       

1859      Erste Erwähnung der Schule als „Höhere Privatschule Eichen“

 

1964      Einweihung des neuen Realschulgebäudes im Hessengarten,

Namensgebung „Ernst-Moritz-Arndt-Realschule“

 

1979      Einweihung des Erweiterungsbaus mit acht neuen Klassenräumen

 

2000  Einweihung des 2. Erweiterungsbaus mit fünf neuen Klassenräumen und neuem Verwaltungstrakt

 

 

         Ernst-Moritz-Arndt

        (Die Daten und Bilder stammen aus Arndts Geburtshaus auf Rügen)