Sonntag, 21 Juli 2019

Chronik

Geschichte der Schule

  • 1859 Erste Erwähnung der Schule als „Höhere Privatschule Eichen"
  • 1964 Einweihung des neuen Realschulgebäudes im Hessengarten, Namensgebung „Ernst-Moritz-Arndt-Realschule"
  • 1979 Einweihung des Erweiterungsbaus mit acht neuen Klassenräumen
  • 2000 Einweihung des 2. Erweiterungsbaus mit fünf neuen Klassenräumen und neuem Verwaltungstrakt

Geschichte des Namensgebers

 

  • 1769, 26.12. Ernst Moritz Arndt in Schoritz auf der Insel Rügen geboren. Rügen gehörte von 1648 bis 1815   - mit zwei kurzen Unterbrechungen - zu Schweden.
  • Eltern: Ludwig Nikolaus Arndt (geboren 1740, Leibeigener des Grafen Putbus, freigelassen 1769), Gutsinspektor in Schoritz, später Gutspächter. – Friederike Wilhelmine Schumacher (geboren 1743 als Tochter eines kleinen Ackerbesitzers in Lancken an der Granitz). Vorfahren stammen seit Jahrhunderten von Rügen.
  • Kindheit und Jugend in Schoritz, Dumsevitz, Grabitz und auf dem pommerschen Festlande.
  • Schüler des Gymnasiums in Stralsund.
  • Student der Theologie in Greifswald und Jena.
  • Theologisches Examen in Greifswald.
  • Hauslehrer bei G. L. Kosegarten in Altenkirche auf Rügen, wo sich Arndt entschloss, auf die geistliche Laufbahn zu verzichten.

Daten

  • 1798 – 1799 Bildungsreise durch Süddeutschland, Österreich, Ungarn, Italien und Frankreich. Längerer Aufenthalt in Florenz und Paris.
  • 1800 Magisterprüfung in Greifswald in Philosophie, Geschichte, Natur-geschichte, Mathematik und alten Sprachen. Habilitation für Geschichte.
  • 1801 Dozent an der Philosophischen Fakultät Greifswald. Trauung mit Charlotte Quistorp, die nach der Geburt des Sohnes Karl Moritz stirbt.
  • 1803 Erste Schwedenreise, die bis September 1804 währt, Aufenthalt in Schottland.
  • 1804 Wiederaufnahme der Vorlesungen an der Universität Greifswald.
  • 1806 Arndt wird von Gustav IV. Adolf von Schweden zum außerordentlichen Professor in der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald ernannt.
  • 1808 Der napoleonische Marschall Soult entfernt den noch in Schweden weilenden Arndt aus dem Hochschulamt in Greifswald.
  • 1809 Rückkehr aus Schweden in die pommersche Heimat. Arndt wird in den Berliner Patriotenkreis eingeführt.
  • Wiederbegegnung mit Ludwig Jahn, Bekanntschaft mit F.E. Daniel Schleiermacher, dem Juristen Eichhorn, Justus von Gruner und den Offizieren August Neithardt von Gneisenau, Georg von Grolman, Ludwig von Boyen und Graf Adolf von Chasot (Haupt der Charlottenburger „lesenden und schießenden Gesellschaft").
  • Die Militärs feierten Arndt als „neue Stimme Preußens".
  • 1810 Arndt wird nach dem Frieden zwischen Frankreich und Schweden in sein Amt in Greifswald wieder eingesetzt.
  • 1811 Gerät in Gegensatz zum napoleonfreundlichen Teil der Professoren-schaft, die seiner Tätigkeit manche Schwierigkeiten bereiten.
  • Meinungsverschiedenheiten mit der Fakultät veranlassen ihn zu der Bitte um Entlassung aus dem Amt, die ihm gewährt wird.
  • 1812 – 1815 Arndt folgt der Aufforderung des Reichsfreiherrn vom Stein, von Russland her – später auf deutschem Boden – publizistisch für die Freiheitsbewegung zu wirken. Dieser großen Aufgabe kommt Arndt „mit allen Mitteln der volkstümlichen Beredsamkeit und der ganzen Kraft seines Herzens" nach. Höhepunkt seines Schaffens als politischer Publizist und patrio-tischer Dichter. Begegnung mit Blücher, Dörnberg, Clausevitz, Dohna, Lützow, dem General Yorck und Gerhard von Scharnhorst.
  • 1817 Letztmaliger Aufenthalt auf Rügen. Vermählung mit Nanna Schleiermacher in Berlin.
  • Abreise nach Bonn am Rhein.
  • 1818 Arndt wird zum ordentlichen Professor für neuere Geschichte an der neu gegründeten Universität Bonn ernannt.
  • 1819 Erhält einen Verweis vom preußischen König Friedrich Wilhelm III: wegen der im IV. Teil seines Werkes "Geist der Zeit" vertretenen Ansichten.
  • Sein Fall kommt im Zuge der Demagogenverfolgung vor die Zentraluntersuchungskommission in Mainz, die ihn vom Lehramt suspendieren lässt.
  • Vorlesungsverbot! Häufige Verhöre! Vergebliche Versuche der Rehabilitierung.
  • Bleibt ohne gerichtliches Urteil 20 Jahre des Amtes enthoben.
  • 1840 Durch Kabinettsorder wird Arndt wieder in sein Amt eingesetzt.
  • Freudige Teilnahme von Stadt und Universität Bonn, Studenten bringen ihm einen Fackelzug.
  • Wahl zum rector magnificus der Universität für das Rektoratsjahr 1840/41.
  • 1848 – 1849 Abgeordneter der Deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt am Main.
  • Arndt hält eine Ansprache an die Abgeordneten, die ihm mit dem Gesang seines Liedes „Was ist des Deutschen Vaterland?" mit der Zeile „Das ganze Deutschland soll es sein!" in einer Huldigung den Dank der Nation für sein patriotisches Wirken zum Ausdruck bringen.
  • Mitglied der Kaiserdeputation, die dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. seine Wahl zum Deutschen Kaiser durch die Nationalversammlung mitteilen soll.
  • 1854 Ende der Vorlesungstätigkeit in Bonn.
  • 1856 Bei der 400-Jahr-Feier der Universität Greifswald wird das Rubenow-Denkmal enthüllt, auf dem Arndt unter den Gelehrten der vier Fakultäten die Philosophische Fakultät vertritt.
  • 1859 Arndts neunzigster Geburtstag wird zu einem nationalen Festtag. Ehrungen aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland.
  • 1860,29.1. Ernst Moritz Arndt in Bonn gestorben.

Die Daten und Bilder stammen aus Arndts Geburtshaus auf Rügen.

Realschule Kreuztal
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